Die wahl der richtigen Kaffeebohne - Arabica vs. Robusta

CofiLoco
2023-06-14 14:59:00 / Tipps für Kaffee / Kommentare 0

Bei der Wahl der richtigen Kaffeebohne spielen Arabica und Robusta eine wichtige Rolle bei verschiedenen Kaffeezubereitungen. Arabica-Bohnen sind vielseitig und eignen sich gut für Cappuccino. Ihr feiner Geschmack harmoniert perfekt mit Milch. Für intensiven Espresso werden oft Mischungen aus Arabica- und kräftigen Robusta-Bohnen verwendet. Robusta verleiht dem Espresso eine reiche Crema und einen höheren Koffeingehalt. Beim Filterkaffee dominiert Arabica aufgrund seines delikaten Aromas. Hochwertige Bohnen sind entscheidend, egal für welche Zubereitungsmethode. Entdecken Sie die einzigartigen Merkmale von Arabica und Robusta und finden Sie Ihren Lieblingsgeschmack. Aber welche Sorte Kaffee ist denn nun die richtige für meinen Kaffee?

Arabica vs. Robusta – welches ist die bessere Bohne?

Natürlich ist dies eine eher philosophische Frage, die sich nicht ohne Weiteres beantworten lässt. Daher vorab ein paar Fakten:

Die Kaffeepflanze ist ein Strauchgewächs mit mehreren Arten. Arabica und Canephora (besser bekannt als Robusta) sind die beiden Hauptarten im kommerziellen Anbau. Sie unterscheiden sich in verschiedenen Aspekten hinsichtlich ihrer Anbaubedingungen, ihrer chemischen Zusammensetzung, und nicht zuletzt ihres Geschmacks. Hier einige Unterschiede:

  1. Geschmack: Arabica-Kaffee gilt als qualitativ hochwertiger und bietet einen feineren Geschmack mit einer breiten Palette an Aromen. Er kann Noten von Früchten, Blumen, Schokolade und Gewürzen aufweisen. Mehr als 850 verschiedene Aromen sind bereits bekannt, das ist mehr als bei gutem Rotwein!
    Robusta-Kaffee hingegen hat einen kräftigeren, oft bittereren Geschmack mit weniger Komplexität. Er kann recht erdige, aber auch schokoladige und nussige Noten haben. 
     
  2. Koffeingehalt: Robusta-Kaffee enthält etwa doppelt so viel Koffein wie Arabica-Kaffee. Das macht ihn zu einer beliebten Wahl für diejenigen, die nach einem stärkeren Koffein-Kick suchen.
     
  3. Chemische Zusammensetzung: Arabica-Kaffee enthält zwar weniger Koffein, aber mehr Zucker und Säuren als Robusta-Kaffee. Dies trägt zu seinem deutlich komplexeren Geschmacksprofil bei. Robusta-Kaffee enthält hingegen mehr Chlorogensäuren, was ihm einen oft bitteren Geschmack verleiht.
     
  4. Anbaubedingungen: Coffea Arabica wächst nur in höheren Lagen, typischerweise zwischen 600 und 2000 Metern über dem Meeresspiegel. Er benötigt kühlere Temperaturen, viel Feuchtigkeit und Schatten. Die Ernte erfolgt durch die Hanglage meist von Hand.
    Coffea Canephora hingegen gedeiht auch in niedrigeren Lagen, oft auf Meereshöhe bis max. 600 Metern. Er ist widerstandsfähiger gegenüber Krankheiten und kann in verschiedenen Klimazonen angebaut werden. Daher der Name ROBUSTA. Die günstigen Bedingungen, inkl. der Möglichkeit der maschinelle Ernte machen ihn in der Industrie beliebt.
     
  5. Preis: Je günstiger, desto lieber. Robusta wird von Industrieröstern gerne zur „Streckung“ ihrer Kaffees eingesetzt. Das Coffeebusiness ist ein Milliardengeschäft. Der billigste Anbieter gewinnt im Supermarkt. Die sensiblen und meist deutlich teureren Arabicas machen dennoch ca. 70 % der Welternte aus.
     
  6. Vor- und Nachteile:  Viele der dunklen Espressoröstungen werden gerne mit Robustabohnen gemischt, da dann die Fähigkeit zur Cremabildung deutlich ausgeprägter ist, und sich v.a. viel länger hält. Es gilt: Je älter der Kaffee im Regal, desto mehr Robusta braucht er, um eine feine Crema zu entwickeln. Der sensible Arabica sollte möglichst frisch geröstet sein, z.B. beim lokalen Röster 😉

Fazit: Die Geschmäcker sind, wie immer, subjektiv und daher verschieden. Die meisten Menschen bevorzugen den feinen Geschmack von Arabica-Kaffee, während andere die stärkere Bitterkeit von Robusta-Kaffee mögen. 
Letztendlich hängt deine Wahl zwischen Arabica und Robusta von den persönlichen Vorlieben und dem gewünschten Geschmackserlebnis ab.- Wohl bekomms!